Zahlen & Buchstaben begreifen

Die Schulpartnerschaft

Wir unterstützen eine einzigartige Schulpartnerschaft!

Seit nunmehr über 30 Jahren pflegt die Philipp-Matthäus-Hahn Schule einen intensiven Kontakt mit ihrer Partnerschule, der Handwerkerschule für Schreiner in Wamba Luadi, Demokratische Volksrepublik Kongo. 

Zielsetzung und bisher immer auch erreichtes Ziel ist u. a. die Finanzierung von Werkzeugsätzen für die abgehenden Schreiner-Lehrlinge der Handwerkerschule.

Organisationen des Projekts

Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule unterstützt seit 1983 die Handwerkerschule und das Krankenhaus in Wamba-Luadi. Das Dorf Wamba-Luadi gehört zur Demokratischen Republik Kongo; es liegt in der Kwangoregion an der Grenze zu Angola. Diese Hilfe der PMHS findet nun seit mehr als 27 Jahren in einer engen Zusammenarbeit mit der Basler Organisation "mission 21" statt.


„mission 21“ betreut die evangelische Kirche im Kwango und bezahlt die Gehälter der Lehrer sowie den Export der Werkzeugsätze. Unterstützt wird auch die Metallwerkstatt am Ort. Außerdem wird ein in Wamba-Luadi angesiedeltes Wiederaufforstungsprojekt finanziert.

Bis 2005 war auch die Otto-Umfrid-Schule an der Partnerschaft beteiligt.
 
Der offizielle Name der Schule lautet „Ecole Professionnelle de Wamba-Luadi -Menuiserie & Charpenterie“.

Projektziel 

In dem afrikanischen Dorf Wamba-Luadi erlernen in drei Klassen junge Frauen und Männer den Beruf des Schreiners und Zimmermanns. Jedes Jahr beginnen 15 Schüler die dreijährige Ausbildung. Bei erfolgreichem Abschluss erhält jeder Schüler und jede Schülerin einen Satz Handwerkzeuge. Diese Werkzeuge ermöglichen den Absolventen in ihren Heimatdörfern eine zusätzliche Einkommensquelle.

Die Schüler können dadurch ihre Familien leichter ernähren. Diese Hilfe zur Selbsthilfe verhindert die Abwanderung vom Land in die Slums von Kinshasa.
  
Ein Werkzeugsatz kostet im Moment ca. 1000 €. Hinzu kommen die selbst hergestellten Spannzangen und die Handschleifapparate sowie der Versand.
 
Eine im Jahr 2008 mit 70 Schülern durchgeführte Evaluation ergab: Die Schüler

  • gehen in ihre Dörfer zurück und gründen eine Werkstatt
  • haben genügend Aufträge
  • fertigen Möbel, erstellen aber auch Häuser
  • genießen hohes Ansehen im Dorf
  • unterstützen sich gegenseitig
  • bekommen in größeren Siedlungen leichter Aufträge


Eine kleine Landeskunde

Die Demokratische Republik Kongo mit der Hauptstadt Kinshasa hat knapp die siebenfache Fläche Deutschlands. Das Land es ist eines der ärmsten in der Welt - hat etwa 70 Mill. Einwohner, davon leben mehr als 10 % in der Hauptstadt. Der größte Teil der Bewohner haust dort in Elendsvierteln rund um die Stadt. Die Amtssprache ist Französisch. Die Republik Kongo hat in den vergangenen Jahren hauptsächlich durch grausame Bürgerkriege im Nordosten des Landes Aufmerksamkeit erlangt.

Die Kwango-Region – dort liegt unsere Partnerschule – war davon nicht direkt betroffen. Zur Zeit finden wieder Auseinandersetzungen statt. Das staatliche Schulsystem liegt völlig darnieder. Dank der Unterstützung aus Nürtingen konnte der Schulbetrieb in Wamba-Luadi ständig aufrecht erhalten werden. Die Wahlen 2006 haben keine Besserung gebracht.

Finanzierung

In allen Abteilungen der PMHS Nürtingen stellen die Schüler und Schülerinnen Produkte her, die u.a. auf dem Weihnachtsmarkt der Stadt verkauft werden.

Besondere Bedeutung haben die Produkte aus unserer Schreinerwerkstatt. Außerdem werden für andere Schulen oder öffentliche Einrichtungen Pavillons hergestellt und aufgebaut. Hinzu kommt eine Tombola, mit der Werbegeschenke von Firmen verlost werden. Das Projekt wird aber auch durch Zuwendungen des Wirtschaftsministeriums unterstützt. Auch Spenden von Privatpersonen oder Firmen tragen zur Finanzierung bei. Ein Teil der Werkzeuge für die afrikanischen Schüler wird in der PMHS gefertigt.